Die Deutsche Sängerschaft

Lieber Musikfreund,

„Und immer wieder sind es dieselben Lieder, die sich anfühlen als würde die Zeit stillstehen. Denn es geht nie vorüber dieses alte Fieber, das immer dann hochkommt wenn wir zusammen sind.“ singen die Toten Hosen und geben damit musikalisch dem Wunsch Ausdruck, eine Freundschaft möge ein Leben lang halten. Die Erfahrung ist aber oft eine andere. Häufig verlieren sich auch die engsten Freundschaften mit der Zeit.
Verbindungen sind studentische Organisationsformen, die die Pflege der Freundschaften leicht machen, weil die Mitglieder üblicherweise ein Leben lang dabei bleiben und auch noch mit 70, 80 Jahren bei Verbindungsveranstaltungen ihre alten Freunde aus Studententagen wiedertreffen können.
Sängerschaften (sie werden oft mit S! abgekürzt) sind Verbindungen, in denen Freundschaften insbesondere durch die Pflege des mehrstimmigen Chorgesangs gepflegt werden.
Der Chorgesang ist – auch für mich – schon immer eine Freizeitbeschäftigung gewesen, die einen Freundschaftsbund in besonderer Weise sinnfällig macht, weil hierbei nur durch das Zusammenwirken Mehrerer etwas Neues entsteht, das kein Einzelner alleine schaffen kann. Es kommt dabei auf jeden an und beim Auftritt – steht man zusammen.
Damals zu meinen Studentenzeiten war es mein Glück, dass es Sängerschaften gibt, die diesen Chorgesang neben dem allgemeinen studentischen Brauchtum pflegen. An 16 Hochschulorten im deutschsprachigen Raum laden aktive Sängerschaften, die sich zum Verband „Deutsche Sängerschaft“ (DS) zusammengeschlossen haben, jeden (angehenden) Studenten zum Ausprobieren und Mitmachen ein. (Einige wenige Sängerschaften, die derzeit keine Studenten als Mitglieder haben, gehören ebenfalls der DS an.)
Einen Überblick über die Sängerschaften in der DS findet sich hier.

Mitglied einer Sängerschaft zu sein bedeutet aber nicht nur gemeinsame Chorproben.

Es bedeutet das Angebot, Teil einer (Wohn-)Gemeinschaft von Freunden zu sein.

Es bedeutet, aktiv am Verbindungsleben teilzunehmen und an seiner Gestaltung basisdemokratisch mitzuwirken.

Es bedeutet, an 15 weiteren Hochschulorten unmittelbar Freundschaften anknüpfen zu können, die zu den Verbandsveranstaltungen – insbesondere zum Sängerschaftertag, der regelmäßig in der Kulturmetropole Weimar stattfindet - gepflegt und vertieft werden können.
Die Termine finden sich im Veranstaltungskalender.

Es bedeutet, sich durch die Verbindungspostillen und die mehrmals im Jahr erscheinende Verbandszeitung „DS-Zeitung“ über das Sängerschafterleben auszutauschen und zu informieren. Alle bisherigen Ausgaben der DS-Zeitung finden sich hier.

Es bedeutet einen funktionierenden Generationenvertrag, bei dem die jungen Mitglieder die gemeinsamen Veranstaltungen organisieren und die alten Mitglieder diese finanzieren, an ihnen teilnehmen und dort Freundschaften mit Studenten der nächsten Generationen schließen.

Es bedeutet deswegen, anfangs von den Erfahrungen der Älteren zu profitieren und selbst später seine Erfahrungen an die nächste Generation weiterzugeben. Aber auch die ältere Generation profitiert von der Lebensweise der jungen Generation. Man bleibt jung mit den Jungen.

Es bedeutet, auch im Alter dazuzugehören, egal wo man wohnt, und über die Altherrenverbände und Ortsvereinigungen Alter Sängerschafter (OAS) Kontakte und Freundschaften zu pflegen und zu knüpfen.
Eine Übersicht über die OAS-Aktivitäten findet sich hier.

Mitglied einer Sängerschaft zu sein bedeutet nicht zuletzt, in einer z. T. fast 200jährigen Tradition der Pflege studentischen Brauchtums zu stehen.

Neugierig geworden? Weitere Informationen über die DS und ihre Mitglieder finden sich hier. Oder schau/schauen Sie doch einmal bei uns herein. Eine Limo oder ein Bier ist bei uns immer kalt gestellt.

Herzlich willkommen bei der Deutschen Sängerschaft

M. Knöfel

Der Vorsitzer